Sortengremium der Braugersten-Gemeinschaft e.V. entscheidet über Neuzulassungen und verleiht die „Verarbeitungsempfehlung 2021“

München, 10. Februar 2021

Das Sortengremium der Braugersten-Gemeinschaft e.V. hat die vom Bundessortenamt 2019 zugelassenen Braugerstensorten „Amidala“ (Nordsaat) und „KWS Jessie“ (KWS Lochow) nach bundesweiten Mälzungs- und Brauversuchen im Praxismaßstab einstimmig zur Verarbeitung empfohlen. Sowohl bei der Verarbeitung zu Braumalz, als auch bei der Bierherstellung haben  „Amidala“ und „KWS Jessie“ hervorragende Ergebnisse erzielt.

Von den durch das Bundessortenamt im Dezember 2020 neu zugelassenen Braugerstensorten „Brunilda“ und „Firefoxx“ von SZ Ackermann, „Schiwago“ von Nordsaat, „SY Solar“ von Syngenta Seeds, „Medusa“ von Intersaatzucht, „LG Belcanto“ von Limagrain, und „Lexy“ von SZ Breun, wurde die Sorte „Lexy“ in die großtechnischen Praxisversuche der kommenden Vegetationsperiode aufgenommen.

Dr. Georg Stettner, Bitburger Braugruppe GmbH und 1. Vorsitzender der Braugersten-Gemeinschaft e.V., betonte, dass neben der von der Brau- und Malzindustrie geforderten, hohen Verarbeitungsqualität ebenso Aspekte der nachhaltigen Produktion von Braugerste in Deutschland aus ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten bei der Sortenwahl immer wichtiger werden.

Die umfangreichen Analysenergebnisse aus den halbtechnischen Mälzungs- und Brauversuchen des Berliner Programms, sowie die Ergebnisse der bundesweiten Praxisversuche mit den Sorten „Amidala“ und „KWS Jessie“ stehen auf der Internetseite www.braugerstengemeinschaft.de zur Verfügung.

Die Entscheidung des Sortengremiums stützt sich auf die Untersuchungsergebnisse aus den Wertprüfungen I – III des Bundessortenamtes, auf die Ergebnisse der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising zur Bewertung der Kornanomalien, sowie auf die halbtechnischen Versuche an der VLB Berlin und am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie der TU München in Weihenstephan. An die halbtechnischen Versuche schließen sich Praxisgroßversuche in Mälzereien und Brauereien an verschiedenen deutschen Standorten an, die im jeweiligen Folgejahr ausgewertet werden. Die dadurch generierte breite und vor allem mehrjährige Datenbasis stellt eine sehr gute Entscheidungsgrundlage für das Sortengremium dar.

Analysenergebnisse zum Download >>>hier

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